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Neuanfang

Ich liebe den Herbst – das goldene Licht, die klare Luft, die Wehmut.  Blätter fallen und machen Platz für etwas Neues. 

Magie liegt in der Luft.

Für mich ist die goldene Jahreszeit etwas ganz Besonderes. Jedes Jahr holt mich die Erinnerung ein – die Erinnerung des Neubeginns. Ein leeres Heft, neue Kurse, neue Lehrer und manchmal sogar neue Räume. Es war wie der Gnadenschuß zum Anfang des Ende des Jahres. Du darfst noch einmal von vorne anfangen. 

Ich fand das immer sehr beruhigend. Seitdem trage ich dieses Gefühl des Neuanfangs mit mir mit.

Herbst gleich Neuanfang. Nicht so gewaltig wie der Jahreswechsel, nicht so profan wie im Frühling. Es ist ein sanfter Moment, für den man den Rest des Jahres Zeit hat. 

Wieso nur zur Jahreswende oder Frühlingszeit sich neu erfinden? Wandel ist das ganze Jahr und wenn man so will, dann kann jeder Tag dafür geeignet sein. Aber ich bin ein Fan davon, sich die natürlichen Strömungen zu Nutze zu machen und daher hier ein paar Vorschläge für mögliche Neuanfänge: Wechsel zwischen den Jahreszeiten, Wochenanfang, Mondzyklus, Menstruationszyklus

Wenn du jetzt inspiriert von meinen Worten auch einen sanften Neuanfang wagen möchtest, lade ich dich dazu ein, die folgenden Schritte in deinen Alltag einfließen zu lassen. Immer nur eines zurzeit und so lange es benötigt. Denn ein Neuanfang im Herbst ist vor allem eines: gentle.

Schritte für einen sanften, doch effektiven Neuanfang:

Loslassen 

Inspiriert von der Natur können auch wir die Energie nutzen und ordentlich entrümpeln. Wie die Bäume ihre Blätter fallen lassen, lassen auch wir Altes und Überholtes los. Frage dich: Welche deiner Glaubenssätze und Rollen sind überholt? Was brauchst du nicht mehr? Wie soll deine neue Identität sein? Was passiert, wenn du alte Identitäten mitschleppst? Welches Hab und Gut passt nicht mehr zu deinem neuen Ich?

Slow Living 

Herbst ist Einigelzeit. Es rufen kuschelige Zeiten auf dem Sofa mit Tee und Schmöker nach uns. Nutze die Zeit, um dich auf wenige Lieblingsaktivitäten zu konzentrieren. Überaktivismus kann zu Überforderung führen. Finde heraus, was am Wichtigsten für dich ist und lass alles andere liegen. Du musst nicht drei Social Events pro Woche mitmachen. Null gehen auch. 😉 Nutze die Zeit, um alltägliche Dinge ganz bewusst zu machen. Spüre die Wassertropfen auf deiner Haut, atme den Duft deines Tees ein, fühle den Wind in deinen Haaren. Slow Living ist vor allem eines: ein Genuss für die Sinne.

Neuausrichtung 

Der Herbst eignet sich nicht nur für eine Innenschau, sondern auch für eine Neuausrichtung. Wenn du bereits gelernt hast, Dinge/Menschen/Glaubensätze loszulassen (und du nichts mehr zu verlieren hast), bist du wie ein weißes Blatt Papier, das geduldig auf Stift und Farbe wartet. Du bist frei und kannst alles sein, was du willst. Was also willst du sein? Meditiere darüber, dann halte deine Vision schriftlich oder bildlich fest. Erlaube dir groß zu denken und achte dabei, dass du dich nicht von vornherein klein hältst.

Rituale 

Rituale helfen uns dabei, alltäglichen Tätigkeiten Bedeutung zu verleihen. Sie können dabei helfen, Stress zu reduzieren, den Zusammenhalt zu stärken, die Achtsamkeit zu steigern und ein erfülltes Leben zu führen. Du kannst die Kraft der Rituale in deinen Alltag einbauen, im größeren Zusammenhang wie zB in Mondzyklen oder bei großen Events wie zB dem Jahreswechsel. Rituale können alleine oder mit mehreren Personen durchgeführt werden. Vor allem in Verbindung mit Slow Living können Rituale ein starker Anker in stressigen Zeiten sein (Ich sag nur Vorweihnachtszeit).

Mit dem Herbst bekommst du einen universellen Aufräum- und Klärungshelfer an die Hand gedrückt. Und das alles ohne den Stress von Neujahrsvorsätzen. Die Energien sind auf deiner Seite.

Nutze sie.

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